Dr. Ralf Kneuper
Beratung für Softwarequalitätsmanagement und Prozessverbesserung
Themen für Abschlussarbeiten (Diplom, Master, Bachelor)
Angebotene Themen
Folgende Themen für Abschlussarbeiten am AIFB des
Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) kann ich derzeit anbieten:
Bei Interesse lesen Sie bitte noch die Grundregeln unten und melden sich
dann bei mir mit einem kurzen Lebenslauf und folgenden Informationen:
Was interessiert Sie an dem Thema? Welche relevanten Vorkenntnisse und Erfahrungen haben Sie?
Wenn Sie einen Vorschlag für ein anderes interessantes Thema im Umfeld von Prozessverbesserung mit
Vorgehensmodellen und Reifegradmodellen haben, dann sprechen Sie mich bitte an.
Laufende Arbeiten
Abgeschlossene Arbeiten
Folgende Arbeiten habe ich am KIT bereits betreut:
Grundregeln bei der Betreuung von Abschlussarbeiten
Für eine gute Zusammenarbeit zwischen Studierenden und mir als Betreuer habe ich
folgende Grundregeln zusammengetragen, um die Erwartungen von mir an den oder
die Studierende und umgekehrt meine Zusagen für die Betreuung festzulegen:
- Als Betreuer bin ich zuständig für die inhaltliche Betreuung der jeweiligen Arbeit,
insbesondere dafür, die richtigen Fragen zu stellen und Hinweise zur Bearbeitung
des jeweiligen Themas zu geben. Die administrative Abwicklung (Anmeldung, Einhaltung
der Prüfungsordnung etc.) sind in der alleinigen Verantwortung der Studierenden, da
ich als Externer mich bei diesem Thema nicht detailliert genug auskenne.
Sehr gute Unterstützung bei diesen Fragen bekommt man erfahrungsgemäß z.B. im
Lehrstuhlsekretariat von Prof. Oberweis.
- Da ich nicht häufig am KIT anwesend bin, läuft die Betreuung in erster Linie über
E-Mail und Telefon, mit nur gelegentlichen persönlichen Treffen. Betreuungskontakte
finden mindestens monatlich im Rahmen des Statusberichtes und der Meilensteine
(siehe unten) statt, nach Bedarf auch öfter.
- Die Erstellung einer Abschlussarbeit sehe ich als ein Projekt, bei dem entsprechendes
Projektmanagement erforderlich ist. Dazu gehört die Planung der Arbeit inkl. Meilensteinen
sowie die regelmäßige, üblicherweise monatliche, Statusberichterstattung.
- Die Planung der Arbeit besteht aus einem Konzept, in dem die folgenden Aspekte
behandelt sind:
- (Arbeits-)Titel
- Thematischer Hintergrund: Woher kommt das Thema, warum ist es relevant?
- Organisatorische Rahmenbedingungen und Betreuung: Hierzu gehören in erster
Linie relevante Vorgaben aus der Prüfungsordnung sowie Besonderheiten bei der Betreuung,
z.B. eine gemeinsame Betreuung mit einem Unternehmen. Ggf. werden hier auch
andere organisatorische Aspekte wie z.B. Rahmenbedingungen durch ein Stipendium oder
längere Abwesenheiten von Studierendem oder Betreuer geklärt.
- Ziele der Arbeit: Was soll mit der Arbeit erreicht werden? Welche Fragen sollen
beantwortet werden? Welche Ergebnisse soll es geben?
- Methodik: Wie soll vorgegangen werden, um die Ziele der Arbeit zu erreichen?
(Literaturstudie, Interviews, etc.)
- Vorkenntnisse: Welche relevanten Vorkenntnisse sind bereits vorhanden,
welche Vorkenntnisse sind in der Vorbereitung auf die Arbeit oder am
Anfang der Bearbeitung noch zu erwerben?
- Zeitplan: Hierzu gehören neben Vorbereitung, Beginn und Ende der Arbeit Meilensteine
für die Lieferung von Zwischenergebnissen, üblicherweise etwa monatlich.
Hier ist auch einzuplanen,
dass ich nach Ablieferung eines Zwischenergebnisses Zeit benötige, um es
durchzulesen, und der Studierende Zeit benötigt, die Ergebnisse meiner Prüfung
einzuarbeiten. Normalerweise erhalten Sie von mir innerhalb einer Woche
Rückmeldung auf ein geliefertes Zwischenergebnis.
- ggf. Budget: Dieser Punkt ist dann relevant, wenn für die Erarbeitung
in wesentlichem Umfang Kosten anfallen, z.B. Reise- oder Telefonkosten oder die
Teilnahme an Konferenzen.
- Risiken: Welche speziellen Risiken gibt es für den Erfolg der Arbeit, beispielsweise
(Nicht-)Verfügbarkeit relevanter Literatur oder, speziell bei ausländischen Studierenden,
Schwierigkeiten mit der Sprache. Natürlich sollten die Risiken nicht nur aufgelistet
werden, sondern auch der Umgang mit diesen Risiken geklärt werden (beispielsweise
Prüfung der Verfügbarkeit der relevanten Literatur vorab).
- Verbreitung der Ergebnisse: Was soll mit den Ergebnissen der Arbeit nach
Abschluss passieren? (Siehe auch "Nach Abschluss der Arbeit" unten)
- Statusberichterstattung: Jeweils zum Monatsende erwarte ich einen
kurzen Statusbericht mit erledigten Aufgaben; für den nächsten Monat
geplanten Aufgaben; Abgleich gegen die definierten Ziele der Arbeit;
Fortschritt im Vergleich zur Planung in Form einer
Meilenstein-Trend-Analyse
und einer Earned-Value-Analyse;
Risiken, Probleme und Entscheidungsbedarf; ggf. notwendige Anpassungen der Planung.
- Bewertung. In den Richtlinien des AIFB
sind folgende Bewertungskriterien definiert,
die natürlich auch für von mir betreute Arbeiten gelten:
- 40% Qualität der Ergebnisse
- 20% Inhaltliche Darstellung
- 15% Stil und formale Darstellung
- 20% Selbständigkeit und Planung
- 5% Vortrag
Auch wenn diese Bewertungskriterien für Diplomarbeiten formuliert sind,
gelten sie entsprechend auch für Bachelor- und Master-Arbeiten.
Großen Wert lege ich bei der Bewertung auch auf sprachliche Korrektheit: Eine
Abschlussarbeit, die viele sprachliche Fehler enthält, schreckt die Leser von vornherein
ab und ist daher schon alleine deshalb
nicht akzeptabel, unabhängig vom Inhalt der Arbeit.
- Aufbau der Arbeit, Zitierweise: Auch diese Themen sind in den
Richtlinien des AIFB
behandelt und entsprechend zu berücksichtigen. Dass alle Inhalte, die nicht vom Autor
der Arbeit selbst stammen, entsprechend als Zitat gekennzeichnet werden müssen, sollte eigentlich eine
Selbstverständlichkeit sein, wird hier aber sicherheitshalber trotzdem noch einmal ausdrücklich betont.
Ich werde das auch zumindest stichprobenhaft überprüfen.
- Für die Literatursammlung und -verwaltung empfehle ich das Werkzeug
Zotero. Soweit frei verfügbar, sollten Sie hier
auch die entsprechenden Artikel etc. selbst aufnehmen, ansonsten nur die relevante
bibliografische Information. Sinnvoll ist es, wenn Sie eine Zotero-Gruppenbibliothek
für die Arbeit anlegen, zu der ich ebenfalls (Lese-)Zugriff erhalte.
Am Schluss liefern Sie die Zotero-Bibliothek mit ab.
- Nach Abschluss der Arbeit: Abgeschlossene von mir am KIT betreute Arbeiten möchte
ich auf meiner Webseite
entsprechend mit Autor, Titel und Zusammenfassung veröffentlichen. Ich erwarte
dafür die Zustimmung des jeweiligen Studierenden. Wenn Thema und Inhalt passen, bin
ich auch immer daran interessiert, aus einer Abschlussarbeit eine gemeinsame
Veröffentlichung bei einer Tagung oder einer geeigneten Zeitschrift zu machen.
Literaturhinweise zur Erstellung einer Abschlussarbeit
Die folgenden beiden Bücher geben jeweils eine knappe Einführung, wie man eine Abschlussarbeit
angehen sollte. Beide sind relativ preiswert und beschränken sich auf das Wesentliche,
so dass man sie in wenigen Stunden durchgelesen hat.
- Deininger, Marcus; Lichter, Horst; Ludewig, Jochen; Schneider, Kurt: Studienarbeiten ein Leitfaden zur Vorbereitung,
Durchführung und Betreuung
von Studien-, Diplom-, Abschluss- und Doktorarbeiten am Beispiel Informatik. 5. Auflage, vdf Hochschulverlag AG an der ETH Zürich, 2005.
Enthält genau das, was sein Titel beschreibt: Eine knappe Einführung, worauf man beim Erstellen seiner Abschlussarbeit achten sollte.
Für eine Doktorarbeit ist es wahrscheinlich etwas zu knapp (mir hat damals das Buch von
Phillips und Pugh
sehr geholfen, damals noch in der ersten Auflage), aber für eine Diplom-, Bachelor- oder Master-Arbeit passt dieses Buch gut. Gegebenenfalls
muss man nur die Informatik-spezifischen Anmerkungen zur Programmierung und der Demonstration am Rechner überspringen.
- Dawson, Catherine: Introduction to Research Methods. How To Books Ltd, Oxford, 2009.
Beschreibt, wie man ein kleineres Forschungsprojekt aufsetzt und durchführt. Es geht zwar nicht explizit um Abschlussarbeiten, aber jede
Abschlussarbeit ist ja auch (hoffentlich) ein Forschungsprojekt, und viele der Beispiele beziehen sich auf ein solches Projekt.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf
sozialwissenschaftlichen Themen, vieles ist aber auch direkt auf Themen in der Wirtschaftsinformatik anwendbar. Das gilt insbesondere dann,
wenn die Arbeit empirische oder quantitative Untersuchungen wie Interviews, Umfragen etc. beeinhaltet.
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